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Das Essen Originell

3 Tage 20 Shows 23 Bands

Essen Originell - das subkulturen Festival auf der Leo Store Bühne!

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2009 sollte für das beliebte Stadtfest im Ruhrgebiet „Essen Original“ ein Jahr des Kräftemessens werden. Dabei war es ein Wettkampf mit ungleichen Waffen – aber keinesfalls mit ungleichen Chancen!


Im Juli 2009 kam die Hiobsbotschaft von ganz weit oben: Ab jetzt wird es auf dem Essen Original keine Schwarzbühne mehr geben! Man will Spaß, man will Kultur, man will ein familienfreundliches Bild. Und da passt kein Schwarz! Keine Stiefel, keine Frisuren, kein Lack, kein Leder. Und schon gar nicht diese Musik! Ob Schwarz, metallisch oder Punk.

Ein paar kluge und mutige Köpfe hatten keine Lust, sich im Sand zu verkriechen und sich dem Willen des Essener Stadtmarketings zu beugen. Die Lösung ließ nicht lange auf sich warten. Wenn dem „Essen Original“ von nun an jegliche Originalität durch Massentauglichkeit abkam, dann gab es nur noch eins: Das „Essen Originell“.


Die damaligen Stadtfunktionäre setzten darauf, dass der Blackmob sich ohne eine zugelassene Bühne nicht organisieren könne, um an den Feierlichkeiten des Essen Originals wie auch die ganzen Jahre zuvor teilnehmen zu können. Allerdings machten sie die Rechnung ohne die Kreativität der betroffenen Szene. Der Essener Leo-Store stellte seine gesamte Schaufensterfläche zur Verfügung, in denen an zwei Tagen zahlreiche gute Bands die Essener Einkaufstraße zur Partymeile machten und den Menschen zeigten, wie man wirklich feiert, wenn man vom ganzen Herzen für seine Sache einsteht.


Und die Sache kam an, die Leute wurden neugierig. Erst kamen die Schwarzen und Bunten, später dann Familien mit Kindern und Großeltern. Denn was sich in und vor dem Leo-Store abspielte und welche Energie dabei entstand, hatten viele noch nie zuvor gesehen und erlebt. Schließlich kam das Radio, die Zeitung und das Fernsehen. Und während Mark Medlocks unterschichtige Kraftausdrücke auf der familienfreundlichen Mainstage gerade mal für n paar läppische Klicks bei Youtube reichten, lief unser Essen Originell schon fast im Abendprogramm.

2010 haben wir endlich unsere Bühne wieder. In dem Zusammenhang gibt es noch einige Hürden, aber wir sind guter Dinge, dass die Stadt Essen beim Essen Original 2010 sehen wird, dass es sich lohnt, auch der Subkultur die gleichen Rechte und Möglichkeiten einzuräumen, wie sie auch der Mainstream hat.


Zeigt, dass der Kampf 2009 nicht umsonst war. Nicht nur das Machtgezerre von einigen nach Bestätigung suchenden Ideologen, sondern dass es in Essen sowie im gesamten Ruhrgebiet eine Szene gibt, die groß ist. So groß, dass sie aus dem kulturellen Stadtbild nicht mehr wegzudenken ist. Je mehr von uns sich hier einfinden werden, umso schneller wird der Stadt wieder klar, wie viele es von uns gibt, die am Essener Leben teilnehmen, hier zu Schule gehen, arbeiten und letztendlich auch mit Ihren Wählerstimmen einen erheblichen Teil Öffentlichkeit darstellen.

Wir sehen anders aus: Wir tragen gerne Schwarz, sind tätowiert, gepierct und hören gerne Musik, die für den Ottonormalverbraucher manchmal schier zum davonrennen ist.

Das wir anders sind, das haben wir uns selbst ausgesucht.

Das heißt aber noch lange nicht, dass man uns anders behandeln kann.


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